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Egg-Race → Wer macht den leichtesten Teig?

Als die Grundschüler der Marienschule zusammen mit ihrer Lehrerin am Donnerstag den Chemieraum betraten, ahnte keiner, welche kniffelige Aufgabe heute auf sie warten würde. Naturwissenschaften einmal ganz anders: als egg-race*! Hier wird eine naturwissenschaftliche Aufgabe formuliert und es werden sinnvolle und sinnfreie Arbeitsmaterialien zur Verfügung gestellt. Die Schülerinnen und Schüler müssen auswählen, welche Zutaten sie verwenden wollen. Am Ende entscheidet sich, welche Gruppe diese Aufgabe am besten gelöst hat. Am Donnerstag wurden die Teige am Ende in ein Becken mit Wasser gegeben, um die Leichtigkeit zu testen. Anfangs schwamm keiner der drei Teige, am Ende jedoch erhob sich wenigstens ein Teig!

Die Schüler des NPK-Kurses von Frau Wiggers übernahmen die Betreuung der Experimente und mussten als „Lehrer“ zeigen, dass sie fachlich und experimentell Hilfestellung geben konnten. Die richtige Lösung des egg-races kannten aber auch sie nicht. Hier hieß es also mitzudenken und zu planen, damit das eigene Team am besten abschnitt. Am Ende bewerteten sich die Teams gegenseitig, damit auch der Wettbewerb in vielfacher Hinsicht ein Ansporn zur Teamarbeit blieb. Wie leise hat die Gruppe gearbeitet? War ein Team erkennbar? Hat die Gruppe sauber gearbeitet? Konnten sie ihr Ergebnis erklären?
Bis zu den Osterferien kommen die Grundschüler noch drei Mal, um sich den egg-races zu stellen. Die Themen sind geheim, sodass es immer wieder eine Herausforderung für alle bleibt.                                                                                                                                         


*egg-race: Der Begriff „egg-racing“ entstand in England, wo in einer Fernsehsendung eine Tüftelaufgabe ausgeschrieben wurde: Bewegen Sie ein rohes Ei mit der kinetischen Energie eines Gummibandes maximal weit. Diese Aufgabe fand so viele begeisterte Tüftler, dass noch viele weitere solcher „Eierrennen“ folgten.
Chemische Egg-Races sind demnach Aufgabenstellungen, die mit Hilfe von vorgegebenen Rahmenbedingungen erfüllt werden müssen – irgendwie. Das Besondere ist hierbei, dass die Schüler ergebnisoffen arbeiten dürfen. Die Freiheit zum „Tüfteln“ ist in der Regel sehr motivierend. Hinzu kommt, dass die Schüler den naturwissenschaftlichen Erkenntnisweg tatsächlich nachvollziehen und nicht nur Versuche nachahmen.