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Der mittlerweile schon traditionelle Austausch verlief in diesem Jahr in umgekehrter Reihenfolge. Während sonst immer die Tschechen im Juni zu uns kommen und wir im Herbst den Gegenbesuch antreten, besuchten in diesem Jahr die Georgianer in der Fahrtenwoche nach der Vredener Kirmes zunächst ihre Gastschüler in Pisek, worauf dann die Piseker in der ersten Oktoberwoche den Gegenbesuch antraten. Die Erkrankung einiger tschechischer Schüler und Schülerinnen an Ziegenpeter im Juni hatte diese Änderung notwendig gemacht. Für die deutschen Schüler und Schülerinnen erhöhte das die Spannung, weil man zunächst beim Besuch in Tschechien nicht auf Bekannte traf, sondern auf Schülerinnen und Schüler, die man nur vom E-Mail-Verkehr her kannte.

Nach einer langen, aber durchaus kurzweiligen 14-stündigen Busfahrt (der Bus musste zwischendurch an die „Boxen“, weil ein Schlauch vom Turbolader gerissen war) wurden die Georgianer herzlich von ihren tschechischen Austauschschülern in Pisek empfangen. Nach dem Auspacken der Koffer gab es bei einem gemütlichen Beisammensitzen Gelegenheit, die tschechischen Gastfamilien kennen zu lernen. Nachdem die Schüler und Schülerinnen am Montagmorgen durch die Gastschule geführt worden waren, konnten sie anschließend bei einem Stadtspiel die örtlichen Gegebenheiten in Pisek erkunden und die Sehenswürdigkeiten dieser schönen Stadt mit historischem Kern kennen lernen. Der Nachmittag bot wieder Gelegenheit, etwas mit den tschechischen Familien zu unternehmen.

                                                                     

Am Dienstag ging es dann bei wunderbarem Sonnenwetter auf große Fahrt nach Prag. Nach einem ausgiebigen Shoppinggang ging es ins Zentrum zum Altstädter Platz mit dem Hus-Denkmal, dem Rathaus mit der besonderen astronomischen Uhr, der Teynekirche sowie der von Dietzenhofer erbauten barocken Kirche St. Niklas, vorbei am Geburtshaus von Kafka und dann über die berühmte Karlsbrücke. Bei der Stadtführung wurde uns von der Stadtführerin viel Hintergrundwissen über die „Stadt der tausend Türme“ vermittelt. Unser nächstes Ziel war die Prager Burg, von der sich ein malerischer Ausblick über ganz Prag bot. Am Mittwoch ging es auf Wandertour durch den schönen Böhmerwald. Der Wanderweg führt sieben Kilometer bergab entlang der Vydra, einem Quellfluss der Otava, die durch Pisek fließt. Immer wieder boten sich malerische Ausblicke auf den durch unberührte Natur fließenden Gebirgsfluss und romantische Motive für Erinnerungsfotos. Abends gab es in Pisek die Gelegenheit sich mit anderen beim Laser-Game oder bei anderen Freizeitaktivitäten zu messen. Am Donnerstag ging es nach Südböhmen in die historische Stadt Cesky Krumlov, in der sich ein riesiger Komplex an Burg- und Schlossgebäuden majestätisch auf einem Felsen neben dem geschwungenen Flusstal der Moldau erstreckt. Auf dem Plan stand eine Führung durch die Burganlage und durch die malerische Altstadt von Krummau, anschließend konnten Souvenirs und Andenken bei einem Bummel durch die Altstadt erworben oder das Egon-Schiele-Museum besucht werden. Am Freitag ging es nach Budweis, anschließend wurde ein in der Nähe liegender Zoo besucht. Am Samstagmorgen traten wir die Heimreise an. Wie es sich herausstellte war der Termin glücklich gewählt, weil es während der Busfahrt den ganzen Tag regnete.
Zum Gegenbesuch trafen die Tschechen am 2. Oktober um 19.00 Uhr in Vreden ein und wurden von ihren Gastfamilien aufgenommen. Am Montag ging es dann nach Zutphen, um bei einer Stadtführung im Rahmen einer Fluisterboot-Tour und einem anschließenden Stadtbummel eine typisch niederländische Stadt kennen zu lernen. Der Mittwoch stand dann im Zeichen von gemeinsamen Unternehmungen der deutschen und tschechischen Schüler und Schülerinnen. Am Nachmittag traf man sich zu einem internationalen Dodgeball-Turnier mit gemischten deutsch-tschechischen Mannschaften unter Leitung von Frau Bruné und Herrn Voigt in der Hamaland-Sporthalle. Nach anschließendem Freizeitprogramm in den Schülergruppen wurde der Tag mit einem Discoabend im [N] Joy abgerundet. Am Donnerstag stand dann die „Tour de Ruhr“ auf dem Programm. Zunächst wurde die Halde in Bottrop mit dem dortigen Tetraeder erklommen. Nach dem anschließenden Besuch der Schalke-Arena in Gel-senkirchen mit einer kurzweiligen Führung ging es weiter zum Gasometer nach Oberhausen, um die aktuelle Ausstellung „Wunder der Natur“ zu besuchen und vom Dach des Gasometers den phantastischen Ausblick zu genießen. „Ein anschließender schon obligatorischer Einkaufsbummel im „Centro“ stand natürlich auch auf dem Programm. Den Donnerstagabend verbrachten unsere tschechischen Gäste dann wieder mit ihren Gastfamilien. Am Freitagmorgen galt es dann Abschied zu nehmen. Schweren Herzens, unter vielen Umarmungen und auch ein paar Tränen hieß es dann:
„Na shledanou! Auf Wiedersehen im nächsten Jahr“!