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Am 6. April fand zum zweiten Mal die Fahrt der Siebtklässler des Differenzierungsbereichs I und der Achtklässler des Differenzierungsbereichs II im Rahmen ihrer Sprachenwahl statt. Die LateinschülerInnen wandelten auf den Spuren der Römer in Xanten. Hier konnten sie nicht nur das Museum des Archäologischen Parks besuchen. Zwar war auch dort spannende Geschichte zu erleben – so konnten die Schülerinnen und Schüler beispielsweise Gladiatorenhelme aufsetzen oder die Ausrüstung eines Legionärs bestaunen –, aber das Highlight waren wiederum die vom Museumsteam angebotenen Workshops.

Ein Teil der Jugendlichen widmete sich der Modewelt lang vergangener Zeiten. Sie wurden erst von Profis in antikem Look eingekleidet und lernten Wissenswertes beispielsweise zur Wickeltechnik von Togen, zu den Fußbekleidungen oder zu Frisuren: Die Männer trugen kurz, die Frauen stylten ihr langes Haar oft sehr aufwändig, wobei sie auf die Vorgänger unserer heutigen Lockenstäbe zurückgriffen und mit im Feuer erhitzten Brenneisen ihre Haare in die gewünschte Form brachten - Verbrennungen und abgebrannte Strähnen waren an der Tagesordnung. Auch echte Soldatenmäntel konnten anprobiert werden, so dass einige Schüler aussahen wie antike Krieger.


Ein anderer Teil probierte aus, mit welchen Spielen sich die Kinder der Antike bei Laune gehalten haben. Obwohl es damals weder Playstation noch Smartphone gab, kam auch bei dieser Gruppe keine Langeweile auf. Kleine Knochen oder Kiesel dienten als Spielsteine und so wurde mit ganz wenig Material und noch weniger Aufwand im alten Rom gespielt.
Nach dem Museum luden fachkundige Führer noch zu einem Gang durch den Archäologischen Park ein und zeigten den interessierten Schülerinnen und Schülern den Kampfplatz, auf dem bei lang andauernden Spielen bis zu 3000 Gladiatoren und 11 000 Tiere ihren Tod bei Schaukämpfen fanden. Neben den blutigen Vergnügungen der Antike stand aber besonders das Baden bei den Römern hoch im Kurs und so konnten die Lateinkurse auch eine einem Original nachempfundene Badeanstalt besichtigen.
Auch wenn das Wetter in diesem Jahr einige Wünsche offen ließ, erkundeten die Schülerinnen und Schüler nach den Marktplätzen der fremden Kultur noch den heutigen Marktplatz der Xantener Innenstadt. Trotz der Kälte wurde dort Eis geschleckt und so manches Schnäppchen gemacht.


Es zeigte sich erneut, dass die Sprachenfahrt für den Differenzierungsbereich eine tolle Gelegenheit ist, die Unterrichtsthemen mit Leben zu füllen – wir freuen uns schon auf das nächste Jahr!