Navigation

„Bin ich Herz- oder Kopfmensch? Hat meine Angst eine Farbe? Was macht mich aus?“ – mit diesen und anderen Fragen beschäftigen sich heute die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 7. Egal zu welchem Ergebnis die Selbsterkenntnis führt, im Fokus steht, dass jeder genau richtig ist, so wie er ist.

 Mit schnellen Strichen umranden die Schülerinnen und Schüler ihre Klassenkameraden, die auf dem Boden liegen. Doch hier ist nicht etwa ein Mord geschehen, dessen Umrisse für die Aufklärung festgehalten müssen. Im Gegenteil, die „Vorlagen“ sind sogar sehr lebendig und kichern leise vor sich hin, wenn die Filzstifte zwischen ihren Fingern oder am Haaransatz kitzeln. Die auf Plakaten entstehenden Schablonen in Menschenform werden nach und nach mit Eigenschaften zur eigenen Person gefüllt. Dabei werden keine Worte, sondern ausschließlich Symbole oder Farben verwendet. Bunt und mit Bällen, Pferden, Musiknoten usw. verziert stellt sich im Anschluss die Frage: Sehen mich die anderen eigentlich auch so, wie ich mich selber sehe?

Doch auch wenn einiges in der Selbst- und Fremdwahrnehmung voneinander abweicht, so ist doch ein jeder mit allen seinen Eigenschaften ein buntes Individuum, das von der Klasse geschätzt wird. Damit das alle Schülerinnen und Schüler merken, wird zum Abschluss der eher mentalen Aufgabe jeder von der Klasse „warm geduscht“. Bei dieser Methode schreiben sich die Jugendlichen gegenseitig auf eine Pappe auf dem Rücken, was sie an dem anderen schätzen.
Die Erkenntnisse zum Selbst und zu den Mitschülern tragen dazu bei, dass die Klassengemeinschaft und in ihr jedes Individuum gestärkt wird. Denn nur wenn man sich wohlfühlt, ist entspanntes und effektives Lernen im Klassenverband möglich. So fällt dieses Projekt in den Rahmen der guten und gesunden Schule. Aber – wie schon die alten Römer wussten – mens sana in corpore sano!

Auch die körperliche Auslastung trägt zu gesunden Schülern und somit zur gesunden Schule bei. Deshalb besteht der zweite Teil des Projektes aus einem Parcours, der mit den speziellen Parcourstechniken durchlaufen werden muss. Kästen werden übersprungen, die Wand als Trittbrett benutzt, es wird sich geschickt abgerollt und durchgeschwungen. Wie richtige Actionhelden meistern die Schülerinnen und Schüler diese ungewohnte körperliche Herausforderung, die von der Kölner Organisation Maropro unter dem Namen „Milchparkour“ angeboten wird.

Und so bleibt bei allen Schülerinnen und Schülern trotz schmerzender Knochen an diesem Tag ein positives Gefühl zurück.