23.02.2011 12:46

"Georgianer" erleben Schulalltag in Lochem

VREDEN. 16 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums begaben sich am frühen Mittwochmorgen auf den Weg in die Niederlande, um im knapp 50 Kilometer entfernten Lochem ihre Email-Korrespondenzpartner des Staring Colleges zu besuchen. Dort erlebten sie mit ihren Austauschpartnern der gleichaltrigen „klas 3 gymnasium“ zunächst einen niederländischen Schultag im viel bestaunten Schulgebäude des „Staring“.

In binationalen Gruppen eingeteilt, brachen Projekte wie die Herstellung eines eigenen Badeöls im Chemieunterricht schnell das Eis und halfen Sprachhemmungen zu überwinden. Die Kommunikation in der Sprache des besuchten Landes steht bei diesem Austausch nämlich im Vordergrund: So ist während des Besuchs in den Niederlanden Niederländisch die Verkehrssprache, während die niederländischen Austauschpartner beim Gegenbesuch an der Vredener Europaschule im Mai ihr Deutsch zum Einsatz bringen werden.

Beide Schulen sehen es als große Chance, die von den Schülern bereits seit anderthalb Jahre erlernte jeweilige Fremdsprache in Realsituationen anzuwenden. So können nicht nur kommunikative, sondern auch interkulturelle Kompetenzen aufgebaut und vertieft werden. Ziele, die auch die EUREGIO anstrebt, die diesen Austausch finanziell unterstützt und die vielfältigen grenzüberschreitenden Kontakte des Georgianums mit dem Blick auf die Chancen eines internationalen Berufs- und Studienangebots fördert.

„Hilfe! Ich denke sogar auf Niederländisch!“

Nach intensiver Gruppenarbeit und einem Sportnachmittag mit Vertrauens- und Mannschaftsspielen am zweiten Tag der Begegnung äußerten manche Schüler tatsächlich: „Hilfe! Ich denke sogar auf Niederländisch!“ Dieser Effekt wurde sicherlich auch dadurch unterstützt, dass die Schüler alleine in den Familien ihrer Austauschpartner untergebracht waren. Die in den Gastfamilien gemachten Erfahrungen und Erlebnisse waren dann natürlich auch Gesprächsgegenstand Nummer eins untereinander: „Was habt ihr gestern Abend unternommen?“, „Was gab es bei euch zu essen?“, „Sind bei euch die Treppen auch so schmal?“ - „Ja, und die haben alle richtig kleine Zimmer!“

Der Vergleich der Wohnsituationen konnte am dritten und letzten Tag des Besuches im Freiluftmuseum in Arnheim fortgesetzt werden. Dort erfuhren die Schüler, wie man in den Niederlanden vor zwei- bis dreihundert Jahren wohnte und lebte. Ein anschließendes Shopping in der Innenstadt durfte natürlich nicht fehlen, bevor man am späten Freitagnachmittag voneinander Abschied nahm. Dass die erste Begegnung ein Erfolg war und den Schülern des Georgianums Spaß gemacht hat, war nicht nur daran zu erkennen, dass manche Schüler beim Gegenbesuch im Mai bereit sind, sogar zwei Niederländer zu Hause aufzunehmen, sondern auch an ihren positiven Erzählungen über die Fahrt im Niederländischunterricht.