Sexualpädagogik am Gymnasium Georgianum
Liebe, Sex und Streuselkuchen… so lautet das sexualpädagogische Projekt der paritätischen Beratungsstelle für Schwangerschaftskonflikte und Familienplanung, PariSozial Ahaus. Die Mitarbeiter Swenja Berning (Sozialpädagogin) und Martin Hagemann (Sozial- und Sexualpädagoge) waren in dieser Woche wieder an unserer Schule im Einsatz, diesmal in den Klassen des Jahrgangs 9. Seit diesem Schuljahr gibt es die Kooperation zwischen der Schule und der Beratungsstelle. Im Februar und März nahmen bereits die Schülerinnen und Schüler des 6. Jahrgangs an dem Projekt teil, dann zugeschnitten auf diese Altersgruppe.
Jede Klasse des 6. und 9. Jahrgangs durchläuft einen Projekttag, bei dem es rund um das Thema Sexualität geht. „Am Anfang sind viele Schüler noch sehr zurückhaltend, da sie keine Idee haben, was auf sie zukommen wird“, erklärt Martin Hagemann.
„Dies legt sich aber bereits in der ersten halben Stunde, wenn wir uns vorstellen und die Wohlfühlregeln erklären. Bei den Wohlfühlregeln geht es um den geschützten Rahmen, den wir den Schülerinnen und Schülern bieten möchten. Im Vordergrund stehen die freiwillige Mitarbeit der Schüler, die Selbstbestimmung (eigene Grenzen setzen), der Schutz durch Schweigepflicht und natürlich auch, dass Lachen hier durchaus mal erlaubt ist. Die Schüler dürfen viel ausprobieren und die bereitgestellten Demomaterialien anfassen“, so Hagemann.
„Gerade durch die lockere und spielerische Atmosphäre nehmen die Schüler viel für sich mit“, fügt Frau Berning hinzu.
Neben theoretischen Inhalten und praktischen Anteilen dürfen und sollen die Schüler Fragen stellen. Hier geht es häufig um Themen wie Verhütung, verliebt sein, Homosexualität, das erste Mal, Sexualpraktiken usw. Auch ernstere Themen wie HIV& Aids, sexuelle Gewalt, Gefahren im Chat und der Schwangerschaftsabbruch werden angesprochen.
Das Projekt versteht sich nicht als Ersatz für Sexualaufklärung im Biologieunterricht, sondern setzt viel mehr da an, wo der Unterricht aufhört.
Die Pädagogen von „außen“ haben den Vorteil, dass sie nicht in einem Lehrer- Verhältnis zu de Schülern stehen und somit keine Abhängigkeiten in Bezug auf Notenvergabe etc. besteht. Stattdessen dürfen die Schüler das Projekt sogar nach der Einheit bewerten. „Dies ist uns wichtig, um den Lehrern nach der Veranstaltung in einem Evaluationsgespräch die Ergebnisse dieser Befragung mitzuteilen“, so die Pädagogen. „So können wir unsere Projektarbeit überprüfen und gegebenenfalls Änderungen vornehmen“.
„Wenn man ein Resümee zieht, so waren es durchweg gelungene Veranstaltungen. Die Schülerinnen und Schüler haben super mitgearbeitet und sich gut eingebracht“, so lautete das Fazit der beiden Experten.
Auch wir als Biologie-Lehrer können das bestätigen, und wir hoffen, Herrn Hagemann und Frau Berning auch im nächsten Schuljahr wieder bei uns zu haben!
Kontakt über die Beratungsstelle, Frau Berning/ Herr Hagemann, PariSozial, Marktstr. 16, 48683 Ahaus, Tel. 02561/444449 oder E-Mail: pari-beratung@web.de
Der Wald, ein Lebensraum voller Entdeckungen
Naturerlebnistag
Tiergarten Raesfeld
Am Mittwoch, dem 15.06.11 fuhren wir, die Klasse 5e, Herr Laufer (unser Biologielehrer) und Frau Benninghaus zum Tiergarten nach Raesfeld. Dort angekommen, machte Herr Laufer zunächst von unserer Klasse ein Foto. Dann wurden wir freundlich von Frau Jakobs empfangen. Sie führte uns in die dort vorhandene Lernwerkstatt.
Wir gingen durch die Ausstellung, in der uns Frau Jakobs erklärte, wie das Wasserschloss und der Tiergarten entstanden sind und sich im Laufe der Jahre verändert haben. Jetzt ist es ein gesunder Mischwald und ein guter Lebensraum für viele Tiere, allerdings leben sie dort in einem großzügig eingezäunten Gebiet.
Im Museum schauten wir uns Stopfpräparate von Säugetieren und Vögeln des Waldes an und bekamen wir die Aufgabe, möglichst viele Tiere auf einem Arbeitsblatt zu erkennen. Danach machten wir uns auf den Weg in den Buchenmischwald und machten dort ein leckeres Picknick im Laub. Nach der Stärkung versuchten wir in einer Übung möglichst viele Geräusche um uns herum wahrzunehmen und aufzuzählen. Sofort bereitete Frau Jakobs die nächste Aufgabe vor. Sie legte Früchte Rinde und Blätter von Buche, Eiche, Fichte und Lärche auf eine Plane. Die Aufgabe war nun, sich die Baumteile genau einzuprägen und dann im Wald zu finden und zuzuordnen. In zwischen waren wir im Nadelwald angekommen. Dort erlebten wir den Wald in Spielen wie „Menschliche Kamera“ und „Blinde Raupe“. Danach trainierten wir unsere Balance, indem wir einen Tannenzapfen auf einer Astgabel in Gruppen um die Wette balancierten. „Böse“ Tricks wurden leider rechtzeitig erkannt.
Nach dem Mittagessen Als nun gute Waldkenner machten wir ein Waldtiermemory. Wieder im Wald, erklärte uns Frau Jakob eine „richtige“ Aufgabe. Wir mussten in der Streuschicht kleinste Bodentiere suchen, ausgestattet mit einigen speziellen Instrumenten: Becherlupen, Siebe, Exhauster, Gläser, Löffel, Pinsel. Anschließend sichteten wir in der Lernwerkstatt unseren Fang, untersuchten die Organismen, bestimmten und zeichneten sie und erstellten einen Steckbrief. Zum Schluss fassten wir im Sitzkreis die Erlebnisse und Ergebnisse des Tages zusammen.
Autoren: Michael N. Alexander, Nico, Sebastian, Jana und Raúl


















