235.000 Schülerinnen und Schüler setzen Zeichen für den Schulsport

In Zeiten der Corona-Pandemie ist es eine besondere Herausforderung, Schulsport für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung unter veränderten und an die aktuelle Situation angepassten Hygieneregeln zu organisieren. Im letzten Schuljahr kamen der Schulsport und damit auch der Schulwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“, für den die Deutsche Schulsportstiftung (DSSS) verantwortlich ist, fast vollständig zum Erliegen.

Erstmals in der Geschichte von „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ haben am Mittwoch, 30. September, in ganz Deutschland mehr als 235.000 Schülerinnen und Schüler aus 1.273 Schulen gemeinsam ein starkes Zeichen für den Schulsport gesetzt und auf die Bedeutung von Sport und Bewegung im schulischen Alltag hingewiesen. Von Yoga in Berlin, über Zumba in Mainz bis zum Schul-Crosslauf in Magdeburg oder dem Basketball-Abzeichen in Hagen – nie war „Jugend trainiert“ vielfältiger als am heutigen Tag. „Schulsport – aber sicher“, lautete das Motto von „Jugend trainiert“ – gemeinsam bewegen.

„Die Begeisterung der Schülerinnen und Schülern bei der sportlichen Betätigung und der verantwortungsvolle Umgang mit den Hygieneregeln zeigen, dass Schulsport trotz Corona-Einschränkungen auf allen Ebenen möglich ist“, sagte Dr. Thomas Poller, neuer Vorstandsvorsitzender der Deutschen Schulsportstiftung (DSSS), die „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ veranstaltet. „Es macht Mut, in kleinen Schritten auch wieder zum Wettbewerb ‚Jugend trainiert für Olympia & Paralympics‘ zurückzukehren. Herzlichen Dank an die Sportlehrkräfte, die mit ihrem großen Engagement und ihrer Kreativität an den Schulen maßgeblich zum Erfolg des Aktionstages beigetragen haben.“

„Der Schulsport ist ein zentraler Baustein einer zeitgemäßen Schulkultur“, sagt auch Prof. Dr. Nils Neuber, Institutsdirektor Sportwissenschaft an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Der Sportpädagoge erklärt: „Die wissenschaftliche Befundlage ist eindeutig: Lernen und Bewegung gehören zusammen. So lassen sich kognitive Fähigkeiten durch einfache Bewegungsspiele leicht beeinflussen. Und sie machen den meisten Kindern und Jugendlichen auch noch Spaß!”

Unterstützt wurde der Aktionstag von den Kultusministerien der Länder, den an „Jugend trainiert“ beteiligten Sportverbänden und vom Deutschen Sportlehrerverband. „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ ist mit 800.000 Teilnehmenden pro Jahr der größte Schulsportwettbewerb der Welt. Derzeit können nur vereinzelt wieder Wettbewerbe veranstaltet werden.

Auch das Gymnasium Georgianum hat sich an diesem deutschlandweiten Aktionstag für den Schulsport beteiligt. Die gesamte Jahrgangsstufe 6 kam in den Genuss eine Einheit „Fitness for kids“ in Kooperation mit dem ASV Ellewick und der dazugehörigen Trainerin Doris Wilder-Kitscha zu absolvieren. Bei motivierender Musik durften die Kinder ihren Kreislauf in Schwung bringen, um sich für den Hauptteil bereit zu machen, in dem sogar eine „Klassenchallenge“ stattfand: Wer ist die stärkste „Krähe?“. Nachdem die Sieger ermittelt und der Gewinn sportlich geteilt worden waren, haben sich auch die übrigen Kids eine erholsame Pause in Form von Yogaelementen und Entspannungsübungen verdient.

An der frischen Luft, bei angenehmen Temperaturen und selbstverständlich unter Einhaltung aller Hygienemaßnahmen hat somit auch das Gymnasium ein Zeichen dafür gesetzt, dass Sport und Bewegung trotz Corona-Einschränkungen möglich sind.

Egal, ob mit dreckigen Händen oder ersten Schweißperlen der Sportplatz verlassen wurde, eins war sicher: der Spaß und die Freude an Bewegung!! Vielen Dank an alle Beteiligten dieser netten Aktion.