Vier Workshops – vier Lernwelten

Am Dienstag, dem 5. Mai, durfte der EF‑N9‑Kurs unserer Schule einen besonderen außerschulischen Lerntag erleben: einen vielseitigen Workshoptag im Haus der Niederlande in Münster. Gefördert von der Bezirksregierung Münster und unterstützt von der Taalunie trafen unsere Schülerinnen und Schüler dort auf drei weitere Klassen aus Borken, Bocholt und Münster. Gemeinsam entstand eine lebendige Lernatmosphäre, die weit über den klassischen Unterricht hinausging.

Die Teilnehmenden durchliefen vier abwechslungsreiche Workshops, gestaltet von Dozierenden des Zentrums für Niederlande‑Studien. Besonders eindrucksvoll war das Sprachendorf: Hier schlüpften die Jugendlichen in unterschiedliche Rollen, entlarvten einen Dieb, organisierten ein Musikfestival und entwickelten kreative Ideen für einen Food Truck. Spielerisch und praxisnah wurde Sprache so zu einem echten Erlebnis.

Ein weiterer Workshop widmete sich den „dunklen Seiten“ der deutschen und niederländischen Kolonialgeschichte. Inspiriert durch die aktuelle Kunstausstellung Die Parade setzten sich die Schülerinnen und Schüler kritisch mit historischen Verantwortungsthemen auseinander und reflektierten, wie koloniale Strukturen bis heute wirken.

Auch gegenwärtige gesellschaftliche Fragen fanden Raum: Die Jugendlichen diskutierten Entwicklungen in der deutschen und niederländischen Drogenpolitik und tauschten sich über Werte, Rituale, Symbole und Klischees beider Länder aus. Dabei wurde deutlich, wie spannend und vielschichtig der Blick über die Grenze sein kann – gerade in unserer Region.
Ein herzlicher Dank gilt der Universität Münster, dem Haus der Niederlande sowie der Koordinierungsstelle Deutsch‑Niederländischer Austausch der Bezirksregierung Münster. Durch ihre Förderung, Organisation und engagierte Betreuung wurde dieser Tag zu einem eindrucksvollen Erlebnis, das unseren Schülerinnen und Schülern neue Horizonte eröffnet hat.