Auf den Spuren Müller-Armacks

Dass Alfred Müller-Armack als einer der geistigen Väter der Sozialen Marktwirtschaft gilt, ist vielen bekannt – dass zentrale Überlegungen zu diesem Wirtschaftsmodell während der Kriegsjahre in Vreden-Ellewick entstanden sind, hingegen weniger. Umso spannender war es für einen aktuellen Sozialwissenschaftskurs von Herrn Terrahe vom Gymnasium Georgianum, diesen lokalen Bezug näher kennenzulernen.

Im Rahmen einer Unterrichtseinheit zur Sozialen Marktwirtschaft besuchte der Kurs einen Vortrag von Volker Tschuschke im Vredener KULT Vreden. In seinem anschaulichen Vortrag erläuterte Dr. Tschuschke die Entwicklungen von den Kriegsjahren bis hin zum Wirtschaftswunder und stellte dabei insbesondere die Rolle Müller-Armacks heraus, dessen Überlegungen zur Verbindung von freier Marktwirtschaft und sozialem Ausgleich bis heute prägend sind.

Die Schülerinnen und Schüler konnten ihr im Unterricht erworbenes Wissen einbringen und durch gezielte Nachfragen vertiefen. So wurde deutlich, welche Bedeutung Vreden als Ort der Ideenentwicklung für die Soziale Marktwirtschaft zukommt – ein Aspekt, der vielen zuvor nicht bewusst war. Mit der Erkenntnis, dass Vreden nicht nur für große Schuhe, leckere Pralinen, rosa Flamingos und innovative Industrieprodukte steht, sondern auch eine besondere Rolle in der Entstehung der Sozialen Marktwirtschaft gespielt hat, kehrte der Kurs mit neuen Eindrücken ins Gymnasium zurück.