Die Medienscouts in Ausbildung

Am 29.11.2019 haben die Medienscouts des GGV  ihren zweiten Workshop in Borken absolviert.

Wir, die Medienscouts unserer Schule, haben uns am Freitag, den 29.11.2019, im Kreishaus Borken mit Social Communitys auseinandergesetzt. Zuerst durften wir uns mit den anderen Medienscouts aus dem Kreis Borken über ihre und unsere Erfahrungen und Aktionen des letzten halben Jahres austauschen. Nachdem unsere Schule die WhatsApp-Workshops bei den Fünfern und Sechsern und einige andere Schulen ihre Aktionen vorgestellt hatten, ging es auch schon mit dem ersten Thema los. Trends, wie zum Beispiel „ok Boomer” oder der SID (Safer Internet Day) waren die ersten Punkte. Nach einem kurzen Austausch über weitere Themen erarbeiteten die Medienscouts Deepfakes, Video- und „Ballerspiele” sowie sicheres Verhalten im Internet. Das Hauptthema des Tages „Social Communitys“ wurde dann mit der Aussage „Das Netz ist sozial” eingeführt. Uns wurden viele verschiedene Social-Media-Plattformen gezeigt und dargelegt, wie viele Bilder, Videos, Text- und Sprachnachrichten innerhalb einer Minute weltweit hochgeladen und versandt werden – unglaublich! Nachdem auch dieser Punkt sein Ende gefunden hatte, gab es einen Austausch der Medienscouts über Social Communitys, warum sie Nutzer dieser sind und wo auch Probleme bei ihnen liegen. Wir Medienscouts nutzen sie hauptsächlich zum Chatten und für Memes, aber auch, um up-to-date zu bleiben und für einfache und schnelle Kommunikation; in gewisser Weise aber auch aus Gruppenzwang. Probleme, die wir feststellen konnten, waren leichtfertiger Umgang mit persönlichen Daten, wie das Einstellen von Klarname, Geburtsdatum, Wohnort, Photos etc. und eine gewisse Naivität, indem viele User davon ausgehen, dass mit den eingestellten Daten schon nichts Schlimmes passieren wird – schließlich habe man ja nichts zu verbergen. Nach einem ordentlichen Mittagessen ging es für uns Medienscouts auch schon weiter. Mit dem Spiel „Der Wolf und das Lamm”, in welchem eine Person in einer großen Menschenmenge jemanden finden muss, der einen Zettel auf dem Rücken hat und diesen klauen muss, starteten wir in das letzte Thema des Tages: „Cybermobbing“. Dass das Spiel gar nicht so einfach war, musste unser mutiger Medienscout Bastian erfahren, als er als Wolf nicht durch die Menschenmenge kam, die sich schützend um das Lamm gestellt hat. Genauso verhält es sich auch beim (Cyber-) Mobbing. Stellen sich viele auf die Seite des Opfers und solidarisieren sich mit ihm, sei es in der realen oder digitalen Welt, wird dem Mobber sein Tun extrem erschwert und ihm aufgezeigt, dass sein Handeln nicht toleriert wird. Denn allzu oft verleiten die Anonymität im Netz, ein breites, ebenfalls anonymes Publikum sowie digitale Fluchtwege zu Potenzfantasien und schwindender Empathie der Cybermobber, denen die Folgen und die eventuelle Strafbarkeit ihres Tuns oft nicht klar sind. Die Sprüche „Mobbing ist eine Pflanze, die am besten im Nebel gedeiht und im Dunkeln blüht.” sowie  „Cybermobbing ist wie ein Pilz.” sollten zeigen, dass man Mobbing oft gar nicht direkt erkennt, und meist erst eingreift, wenn es schon zu Schäden gekommen ist. Als wir uns zuletzt den Film „lets fight together” angeschaut haben, sollten wir in gemischten Schulgruppen aus dem Blick verschiedener Rollen, wie zum Beispiel „Eltern” oder „bester Freund des Geschädigten” auf das Thema Mobbing schauen und Lösungsansätze aufzeigen, wie man Mobbing verhindern kann. Als Ziel haben wir Medienscouts uns nach der Fortbildung gesetzt, in den unteren Jahrgangsstufen das Thema „Cybermobbing” genau durchzunehmen.