Draußen!

Mit einem Knistern treffen die Funken vom Feuerstahl auf den Zunder und entfachen das Feuer. Somit kann der gemütliche Teil des Abends beginnen, den die Outdoor-AG am vergangenen Mittwoch verbrachte.

Ohne Probleme konnten die Teilnehmenden mithilfe von Karte und Kompass den Lagerplatz lokalisieren und mit dem Fahrrad dorthin finden. Mit Frau Simontschuk und Frau Groeger im Schlepptau fuhren sie bis zum Modellflugplatz in Wenningfeld, den der Verein freundlicherweise zum Zelten zur Verfügung gestellt hatte. Der 3er-Regel entsprechend – beim Überleben kommt man drei Stunden ohne Schutz, drei Tage ohne Wasser und drei Wochen ohne Essen aus – stellten die 7.-KlässlerInnen zuerst die Zelte auf und richteten sich mit Schlafsack und Luftmatratze gemütlich ein.

Diese Aktion stellte den Schlusspunkt für ein erfahrungsreiches Jahr mit der Outdoor-AG dar. Seit letztem Herbst erfuhren sieben Jungen und Mädchen der Klasse 7 die Natur intensiv, indem sie lernten, welche essbaren Pilze man im Wald finden kann, welche Beeren und Kräuter sich für Tee oder zum Essen eignen oder woraus man mit wenig Aufwand ein leckeres Kräuter-Nuss-Pesto herstellen kann. Dabei wurde die AG beispielsweise durch das Angelparadies in Zwillbrock unterstützt, wo die SchülerInnen unter sachkundiger Anleitung Fische fangen und auch selber ausnehmen konnten. Diese wurden ausnahmsweise zuhause zubereitet und gegessen, während andere kochbare Zutaten auf einem Feuer zubereitet wurden, das von der AG nur mit einem Feuerstahl oder einem Feuerbohrer angezündet wurde.

Und auf diese Weise wurde auch das Feuer am vergangenen Mittwoch entzündet, wobei die Mädchen Frau Simontschuk anleiteten, die nach nur wenigen Versuchen mit dem Feuerstahl zusammen mit dem Rest der Truppe das Stockbrot über den Flammen backen konnte.

Grillkäse und -würstchen, Gemüsepäckchen, Smores und Stockbrot – „Lecker!“, waren sich alle einig! So gestärkt und nach einer spaßigen Runde Kubb kuschelten sich am Ende alle gemütlich in ihre Schlafsäcke und verbrachten eine ruhige Nacht, bevor es am nächsten Morgen gestärkt von einem leckeren Frühstück auf den Weg zurück zur Schule ging. Dort endete ein großartiges AG-Jahr mit vielen neuen Erkenntnissen über das, was direkt vor unserer Haustür wächst und wie wir es für uns nutzen können, ohne die Umwelt zu belasten.