„Grenzenloos verbonden“
In diesem Jahr findet unser erfolgreicher Austausch zwischen Hulst und Vreden nun schon zum zehnten Mal statt.
Eine besonders spannende und erfolgreiche Austauschwoche erlebten 30 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Georgianum in Vreden und des Reynaertcollege in Hulst (NL). Im Rahmen des Erasmusprogramms der Europäischen Union konnten die Jugendlichen viele lohnenswerte und nachhaltige Erfahrungen zur Förderung internationaler Beziehungen und kultureller Verbindungen machen.
In diesem Jahr wurde der Austausch erstmals in zwei Teile gesplittet. Den Auftakt machten die Vredener Schülerinnen und Schüler, die vom 8. Februar bis zum 11. Februar ihre niederländischen Gastfamilien besuchten.

Gleich am ersten Tag stand das gegenseitige Kennenlernen im Mittelpunkt. Mit Spielen, wie einem Speeddating-Format kamen die Jugendlichen schnell ins Gespräch. Ein gemeinsamer Filmabend in einem alternativen Kino, sowie ein gemeinsames Abendessen sorgten für eine entspannte Atmosphäre und viele erste persönliche Begegnungen.
Am zweiten Tag arbeiteten die Schülerinnen und Schüler intensiv an Projekten zum übergeordneten Thema „Grenzen“, das den Austausch in diesem Jahr prägt. Dabei wurden unterschiedliche Perspektiven auf geografische, kulturelle und gesellschaftliche Grenzen diskutiert und erste kreative Ideen entwickelt. Am Nachmittag ging es nach Antwerpen, wo die Gruppe die Stadt erkundete. Der Tag klang nach einem gemeinsamen Essen beim Italiener in Antwerpen mit einem geselligen Bowlingabend aus.
Der dritte Tag war ganz der europäischen Hauptstadt Brüssel gewidmet. Neben der Besichtigung des Europäischen Parlaments und des beeindruckenden Sitzungssaals erhielten die Jugendlichen im Haus der Provinzen einen Vortrag mit anschließendem Lunch. Ein Stadtspaziergang führte über den Grote Markt bis zum berühmten Manneken Pis. Natürlich durfte auch ein kulinarischer Stopp nicht fehlen: Eine „Luxe Wafel“ sorgte während des Programms für eine genussvolle Stärkung. Besonders beeindruckend war für viele die Virtual-Reality-Tour durch das antike Pompeji, bei der der Ausbruch des Vesuvs eindrucksvoll erlebbar wurde. Die Ausstellungshalle lag direkt neben dem Wahrzeichens Brüssels, dem Atomium, so dass die Schülerinnen und Schüler noch einen nachhaltigen Blick auf dieses beeindruckende Bauwerk werfen konnten.
Am Mittwochmorgen fand im Gemeentehuis von Hulst eine Diskussionsrunde zum Thema Attraktivität im Grenzraum Vreden–Hulst statt. Die Schülerinnen und Schüler tauschten ihre Ideen und Einschätzungen aus und reflektierten die Chancen und Herausforderungen einer grenzüberschreitenden Region. Den Abschluss bildete der Besuch des Waternoodmuseums, das an die verheerende Flutkatastrophe von 1953 erinnert und eindrucksvoll die Bedeutung von Wasser- und Küstenschutz in den Niederlanden verdeutlicht.
Voller neuer Eindrücke, intensiver Gespräche und wertvoller Erfahrungen endete der erste Teil des Austausches erfolgreich. Die Vorfreude auf den Gegenbesuch der niederländischen Schülerinnen und Schüler in Vreden Ende März ist bereits jetzt groß.



