Zu Besuch bei Freunden
Hulst-Austausch 2026
„Glück auf! Glück auf! Der Steiger kommt! Und er hat sein helles Licht bei der Nacht, und er hat sein helles Licht bei der Nacht schon angezündt“ – so hallte es am Dienstag im Angesicht der Heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute, aus den Mündern der niederländischen und deutschen Teilnehmer des Hulst-Austausches. Grund hierfür war der beeindruckende Besuch des Übungsbergwerks in Recklinghausen. Echte Kumpel, die selbst jahrzehntelang in den verschiedenen Zechen des Ruhrgebiets eingefahren waren, erklärten den Schülerinnen und Schülern im Rahmen einer Aktivführung, wie es unter Tage zuging. Dabei war der Name „Aktivführung“ Programm: Laute Maschinen wurden angeworfen, Fahrzeuge durften selbst gesteuert werden und das ein oder andere Ritual unter Bergleuten wurde gezeigt. Doch nicht nur technisch und geschichtlich war es hochinteressant – auch kulturell wurde erlebbar, wie hart, aber herzlich man miteinander unter Tage umging.
Dieser Programmpunkt war Teil von drei abwechslungsreichen Tagen mit wenig Schlaf und viel Programm: Während am Sonntag im Rahmen eines Stadtspiels Vreden erkundet wurde, stand am Montag der Besuch der westfälischen Hauptstadt Münster im Mittelpunkt. Neben dem Besuch des Hauses der Niederlande unternahmen die Teilnehmenden auch einen Rundgang durch die Innenstadt, bevor am Abend eine virtuelle Radtour durch Münsters Geschichte möglich war. Zudem arbeiteten die Schülerinnen und Schüler an Projektarbeiten, mit denen sie bereits in Hulst begonnen hatten und von denen zwei Präsentationen ausgelost wurden, die am Dienstagabend vor dem Ausschuss für deutsch-niederländische Beziehungen, Städtepartnerschaften und Tourismus vorgestellt wurden. Am Mittwoch endete der Austausch schließlich mit der Verabschiedung der niederländischen Schülerinnen und Schüler am Schulzentrum.
„Wir glauben, dass alle Beteiligten eine gute und zugleich lehrreiche Zeit hatten“, ziehen die begleitenden Lehrkräfte Thomas Katerkamp, Nadine Tenhumberg und Christoph Terrahe ein positives Fazit und betonen zugleich: „Wir sind einerseits froh, mit der Fachschaft Deutsch vom Reynaertcollege in Hulst einen so verlässlichen Partner gefunden zu haben, dass wir im nächsten Jahr bereits ins zehnte Jahr des Austauschs gehen. Andererseits sind wir dankbar, dass uns die Förderung im Rahmen von Erasmus+ erlaubt, einen so abwechslungsreichen Austausch zu organisieren.“


